2017 „Kein so gutes Bienenjahr“

Für uns Imker und die Bienen waren in diesem Jahr (in unserer Region) die Bedingungen nicht sehr erfreulich. Nachdem die Völker die Winterruhe gut überstanden hatten, kam das Frühjahr     4 Wochen früher als erwartet. Sehr früh stand alles in Blüte, aber unsere Bienen brauchten noch Zeit, um in großem Umfang zu wachsen. An  üppige Tracht war nicht zu denken. Das was die Bienen eintrugen, reichte gerade als Futter für die Brut. Als dann die Frostperiode über uns hereinbrach mit anschließendem Regenwetter, blieben immer nur wenige Stunden für einen „gemütlichen Ausflug „ der Bienen. Die erhoffte „Blütenpracht“ als Grundlage für die nachfolgende Sommertracht  fiel dann auch nicht sehr üppig aus. Ja, wollte man ironisch sein, könnte man es als „Läppertracht“  bezeichnen. Als Konsequenz des Ganzen:                                es wurden Ende Mai nur einmal Frühtracht und im Juli  einmal Sommerblüte geerntet. Dem zu Folge wurden in diesem Jahr in unserem Garten weder Kirsche, Apfel, Birne, Pflaume noch sonst eine Obstsorte auf den Bäumen gesichtet.

Nachzucht von Königinnen war wetterbedingt auch in diesem Jahr recht problematisch und stand wie im Vohrjahr wieder  unter dem Motto „Welche junge Königin möchte bei dem Regenwetter und bei den kühlen Temperaturen  in Flitterwochen  starten?“.

Da wir trotz des nicht optimal verlaufenen Jahres Freude am Arbeiten an und mit den Bienen haben, freuen wir uns  nun auf ein neues, vielleicht mal wieder „ normales“ Bienenjahr.

Honig erhitzen?

Häufig wird uns als Imker die Frage gestellt: Honig  erhitzen, was ist bei Diabetes  /  Karies, Fakt ist, dass Honig bei der Erhitzung über 40 Grad Celsius seine wertvollen Zusatzstoffe verliert und nur Zucker übrig bleibt. Dann kann man Honig mit gewöhnlichem Zucker gleichsetzen. Da die meisten Honige der großen Anbieter nicht nur aus EU- sondern auch aus Nicht-EU-Ländern stammen (siehe Deklaration), sind diese i.d.R. aufgrund der Produktionsweise über 40 Grad erhitzt worden.Deshalb ist es wichtig, dass Honig direkt beim Imker erworben wird, was in Sendungen wie Quarks und Co. leider allzu oft verschwiegen wird. Nur Honig vom regionalen Imker vor Ort gewährleistet naturbelassene Inhaltsstoffe, einen niedrigen HMF-Wert und höchste Qualität!
Der im Honig enthaltene Fruchtzucker erhöht im Gegensatz zum Haushaltszucker den Blutzuckerspiegel nicht. Vor allem fruktosereicher (dunkler) Honig darf von Diabetikern in kleinen Mengen (25-30 g/Tag) konsumiert werden. Trotz seiner klebrigen Konsistenz verursacht Honig im Gegensatz zu Kristallzucker keine Karies, denn er enthält einen hohen Anteil Fruchtzucker, der eine um 80 % geringere kariogene Wirkung hat als Haushaltszucker. Vor allem die im Honig enthaltenen Inhibine hemmen das Wachstum der Karieserreger. Eine Studie von Prof. Dustmann vom Bieneninstitut Celle bestätigt das (siehe Anhang/Downloads).

Quelle: imkerei-weckeiser

2016 „Ein anderes Bienenjahr“

Unter Imkern herrscht der Spruch, „Jedes Bienenjahr ist anders“ und der trifft für 2016 wieder voll und ganz zu. Recht früh kamen unsere Völker in diesem Jahr in Gang und wir freuten uns über eine köstliche Frühtracht 2016.
Danach ging die Achterbahnfahrt los.
Unser Ansinnen, im Mai mit der Nachzucht von Königinnen zu starten, ist im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Welche junge Königin möchte auch bei dem Regenwetter und bei den kühlen Temperaturen  in Flitterwochen  starten?
Umso reger waren die Mädels im Stock. Als wäre es abgesprochen, tendierten fast alle Völker zum Schwärmen. Bei 36 Waiselzellen in einem Volk, hieß es  schnell zu handeln und wir hatten Erfolg. So sind wir ohne  Schwarm durch die Saison gekommen und haben, trotz Allem,  neue  Königinnen nachziehen können.
In der regenreichen, kühlen Zeit Mai / Juni verbrauchten die Bienen den spärlichen Eintrag an Honig gänzlich für ihre Brut. Erst im Juli ernteten wir Sommerhonig.
Im Gegensatz zu vorhergehenden Jahren hat er eine eigene, besondere Note in Farbe, Geschmack  und Konsistenz.
Mittlerweile ist es durch die abgereisten Schwalben und Mauersegler am Himmel ruhig geworden.
Wir werden in unserem Garten bald die unvergleichlich schönen Bilder, der auf den Blumen herumschwirrenden Bienen,  ihr Summen und den  betörenden Honigduft  rund ums Bienenhaus vermissen.
Mit den üblichen Restarbeiten an den Mädels, geht mal wieder „Ein anderes Bienenjahr“ zu Ende.

Honigernte 2016

An diesem Wochenende war es soweit, unser erster Honig in 2016 wurde geerntet.

Biene in Vasselia

Biene in Vasselia

Für uns Imker ist es immer wieder einer der schönsten Momente im Imkerjahr, wenn der erste goldgelbe Honig aus der Schleuder fließt.

Als Dankeschön für unsere fleißigen Bienen haben wir unter dem Motto:

“Zur Freude von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und Menschen”


in diesem Jahr erstmalig auf einer Fläche von ca. 300 qm eine Bienenweide angelegt.
Fotos dieser hoffentlich reichen Blütenpracht erscheinen demnächst auf dieser Seite.

Gibt es in diesem Winter für die Bienen keine Ruhephase ?

Biene am Neujahrstag

Biene am Neujahrstag

Leider ist die Witterung in unseren Regionen zurzeit keineswegs winterlich, sondern es herrschen vielerorts Temperaturen, die eher an den Frühling denken lassen. Das milde Spätherbstwetter und der nicht stattfindende Winter sind für die Bienen nicht optimal.
So können bis ins neue Jahr hinein die Bienen auf Blüten von Brombeeren, Senf und anderen robusten Spätblühern beobachtet werden.

 

Leider bieten diese Wetterbedingungen dem großen Feind der Bienen -der Varroamilbe -hervorragende Vermehrungsbedingungen. Viele Völker haben das Brutgeschäft noch nicht eingestellt und an vielen Tagen herrscht Flugwetter mit regem Flugbetrieb. Bei diesen Bedingungen muss also mit einer Reinvasion durch Milben aus umliegenden Völkern gerechnet werden. Ein gutes und sicheres Überwintern der Bienenvölker und ein Start mit möglichst milbenfrei en Bienenvölkern verlangt vom Imker in dieser Zeit große Sorgfalt bei der Winterbehandlung.

Wir haben unser mögliches getan und: - alles richtig gemacht zu haben-
Nun gilt es den weiteren Verlauf des Winters abzuwarten.

- auf ein gutes Bienenjahr 2016